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Mathematik und Physik sind Unterrichtsfächer, an denen sich die Meinungen oft spalten und die auch politisch im Visier sind. EVAMAR und andere Untersuchungen zeigen, dass Leistungen und Einstellungen in diesen zwei Fächern stark streuen. Mit spezifischen Befragungen sollen die Situation zu Beginn des Gymnasiums und bei der Matura erhoben und die Entwicklung in verschiedenen Schülergruppen während der Gymnasialzeit verfolgt werden. Natürlich hoffen wir, mittelfristig konkrete Entwicklungsvorschläge für den Unterricht und das Schulsystem begründen zu können.
Das T weist auf die Technik, die im Schlagwort MINT mit den beiden Fächern gebündelt wird, wo in unserem Schulsystem ein Defizit herrscht und die Genderthematik besonders deutlich wird.
Kontakt: Hans Peter Dreyer
Derzeit spiegeln die meistverwendeten Schulbücher noch nicht die vielerorts verürzte Schuldauer im Gymnasium und die neusten Erkenntnisse der Lehr- und Lernforschung wieder. Es ist daher dringend angezeigt, die Bücher zu überarbeiten.
Es ist eine traditionelle Aufgabe und Kompetenz der Deutschschweizerischen Mathematik-Kommission DMK, die gymnasialen Lehrmittel im Fach Mathematik herzustellen. Die Bücher finden weite Verbreitung in den deutschschweizer Gymnasien. Die DMK hat nun ein Autorenteam zusammengeführt, welche unter der Leitung von Andreas Stahel das neue Lehrmittel erarbeiten soll. Andreas Stahel war bis August 2009 14 Jahre Fachdidaktiker für Mathematik (Ausbildung künftiger Gymnasiallehrpersonen) an der FHNW (vormals Pädagogisches Institut BS respektive Hochschule für Pädagogik und Soziale Arbeit beider Basel HPSABB).
Kontakt: Andreas Stahel
1997 hat die DMK in Zusammenarbeit mit der Commission Romande de Mathématique und der ETH Zürich den Katalog Grundkenntnisse überarbeitet. Nach einer Vernehmlassung bei Gymnasien und Hochschulen (CRUS) wurde die überarbeitete Version gesamtschweizerisch als verbindliche Rahmenvorgabe für die Inhalte des gymnasialen Mathematikunterrichts akzeptiert. Der Katalog stellt die nötige Ergänzug zum allgemein gehaltenen Rahmenlehrplan der EDK dar, indem er neben den allgemeinen Zielen einen expliziten Stoffkatalog definert. Angesichts der pluralistischen Schullandschaft in der Schweiz stellt der Katalog eine ausserordentlich wichtige Landmarke am Übergang vom Gymnasium zur Hochschule dar.
An der Konferenz Übergang Gymnasium-Universität im Oktober 2010 am Centro Stefano Franscini, an der Vertreterinnen und Vertreter der Gymnasieun und der Hochschulen aus dem In- und Ausland teilgenommen hatten, wurde überdeutlich, dass der Katalog einer dringenden Überarbeitung bedarf. Gründe dafür sind die vielerorts verkürzte Gymnasialdauer, aber auch die Form des Lehrplans genügt internationalen Standards nicht mehr: Neben einer reinen Inhaltsangabe sind weitere Elemente nötig, welche das anzustrebende Gleichgewicht zwischen verfahrensorientierten Fertigkeiten und verstehensorientierten Fähigkeiten zum Ausdruck bringen.
Die Kommission Gymnasium-Universität KGU (getragen vom VSG und der VSH) stellt derzeit eine breit abgestützte Arbeitsgruppe zusammen, welche die Überarbeitung des Katalogs ausführt und zur Vernehmlassungsreife bringen soll.
Kontakt: Hansjürg Stocker
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